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Kategorie: Rentner-Senioren (Seite 1 von 1)

Rentner, Senioren und Ruheständler

Während noch vor einigen Jahrzehnten Rentner und Senioren eine nahezu identische Personengruppe waren, ist das heutzutage keineswegs mehr der Fall. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Der Begriff für den Rentner ist nahezu unverändert geblieben, wohingegen sich die Definition für den Senior gravierend geändert, man könnte auch sagen gewandelt.

Mit dem Rentner wird nach wie vor das gesetzliche Renteneintrittsalter verbunden. In diesen Jahren wird es bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts schrittweise von fünfundsechzig auf siebenundsechzig Lebensjahre angehoben. Rentner beziehen eine gesetzliche Altersrente, oftmals eine um mehrere Jahre vorgezogene Erwerbsunfähigkeitsrente.

Mit dem Rentner wird heutzutage in vielen Fällen auch eine nicht genügende Rentenversorgung im Alter assoziiert. Die gesetzliche Altersrente sichert den meisten der bundesweit zwanzig Millionen Rentenbeziehern nicht den seit Jahrzehnten gewohnten und erarbeiteten Lebensstandard. Wer als Rentner nicht durch eine oder mehrere zusätzliche private Renten vorgesorgt hat, der muss in diesem Lebensabschnitt auf viele der liebgewonnenen Annehmlichkeiten verzichten.

Rentner, Senioren und Ruheständler

Der Begriff Senioren wird in der heutigen Zeit für ältere Frauen und Männer gerne im direkten Zusammenhang mit deren Konsum- und Freizeitverhalten verwendet. Senioren sind ebenfalls Menschen im Rentenalter. Bei Beamten wird von Pensionären gesprochen, weil sie keine Rente nach ihrem Erwerbsleben erhalten, sondern eine staatliche Versorgung, die Pension.

Der Ruheständler ist in demselben Alter wie der Rentner, eher noch einige Jahre älter. Mit den Ruheständlern wird ein gewisses Maß an Eigenständigkeit von Selbstständigen, Freiberuflern oder Unternehmern verbunden. Sie entscheiden selbst, wann sie sich umgangssprachlich in den Ruhestand verabschieden. Entweder übergeben sie ihr Unternehmen innerhalb der Familie an die nächste Generation, oder sie schließen ihr Unternehmen.

Den Zeitpunkt entscheidet der Seniorchef naturgemäß selbst, so wie er bisher auch alle Entscheidungen getroffen hat. In der Regel werden eher noch ein, zwei Jahre drangehängt. Der vorgezogene Ruhestand wird nur aus gesundheitlichen Gründen und zähneknirschend akzeptiert, meistens auf gutes Zureden der Familie.

Freizeit- und Marketingangebote für Senioren, nicht für Rentner

Kaffeefahrten mit Billigkäufen werden in der Werbung immer und nur für Rentner angeboten. Kein Reiseveranstalter, keine Werbeagentur käme auf die Idee, im Restaurant von einem Rentnerteller anstelle von einem Seniorenteller, von einer Rentnerreise anstelle einer Seniorenreise, oder von einer Rentnerresidenz anstelle einer Seniorenresidenz zu sprechen.

Diese wenigen Beispiele zeigen, wie weit der Senior vom Rentner entfernt ist, oder umgekehrt. Wenn das Wort Rentner im Alltag und im Sprachgebrauch durch die richtige Formulierung Rentenbezieher ersetzt würde, dann wäre ein erster wichtiger Schritt getan. Der Rentner wäre dann ein in jeder Hinsicht gleichberechtigter und gleichermaßen angesehener Senior.

In Deutschland gibt es nicht zwanzig Millionen Rentner, sondern zwanzig Millionen Rentenbezieher. Die Zahl der Ruheständler, Rentner sowie Senioren 50plus, 60plus, 70plus und älter ist noch viel größer.

Rentner Senioren die das Leben selbst bestimmen

Die Menschen in den modernen Industrieländern werden immer älter. Die Ursachen sind vor allem in einer besseren medizinischen Versorgung, aber auch in veränderten Lebensgewohnheiten und Erleichterung vieler Tätigkeiten zu suchen. Lag die durchschnittliche Lebenserwartung einer Frau vor 50 Jahren noch bei 70 Jahren, sind es heute bereits 86 Jahre.

Rentner und Senioren stellen deshalb aber auch völlig berechtigte, höhere Ansprüche an den Herbst ihres Lebens. Sie wollen so lange wie nur möglich ihren Tagesablauf selbst bestimmen und aktiv sein. Wenn sie Pflege benötigen, soll dies nicht gleichzeitig die „letzte Station“ sein. Sie wollen aber auch am Leben in der Gesellschaft teilhaben und mitbestimmen. Dies sind hohe Ansprüche, aber diese Menschen haben durch ihr Lebenswerk Großes geleistet und haben diesen Respekt verdient.

Rentner wollen aktiv bleiben

Bei jedem Menschen treten mit zunehmendem Alter gesundheitliche Beeinträchtigungen ein. Die Gelenke schmerzen, die Hörfähigkeit nimmt ab und viele andere solche Beschwerden behindern den Tagesablauf. Dennoch begeht jeder dieser Senioren den größten Fehler, wenn er sich in seiner Bewegung übermäßig schont. Sicher schmerzt das Knie nach einem ausgiebigen Spaziergang an der frischen Luft. Sein Körper braucht jedoch diese Bewegung, ohne der sich die Muskulatur immer weiter zurückbildet und das Knie eher völlig steif wird.

Deshalb haben Ärzte und Physiotherapeuten viele Aktivitäten entwickelt, die unsere Rentner in Bewegung halten. Nahezu flächendeckend treffen sich Frauensportgruppen und zunehmend nehmen auch Männer am Seniorensport teil. Fitnessstudios sind längst kein Tabu mehr für die ältere Generation und über den Bundesverband für Seniorentanz fördern Rentner in einer der unzähligen Seniorentanzgruppen neben geistiger und körperlicher Beweglichkeit den sozialen Umgang mit anderen Menschen.

Senioren wollen selbst bestimmen

Früher galt das Alters- oder Pflegeheim als die „letzte Station“. Abgesehen von der Tatsache, dass diese Stationen für viele Menschen heute unbezahlbar teuer sind, verlässt keiner der Senioren und Seniorinnen gern das vertraute Umfeld. Mit der Wohnung, in der er oder sie viele Jahre gelebt haben, verbinden sie viele soziale Kontakte, Einkaufmöglichkeiten, Ärzte, Kultur und andere Dinge.

Rentner Senioren Freizeit

Senioren wollen selbst bestimmen

 

Sie aus diesem Umfeld herauszureißen, ist in vielen Fällen nicht erforderlich, wenn sich die Familie für ihre ältesten Mitglieder verantwortlich fühlt. Selbst, wenn sie weit entfernt wohnen, sorgt ein engagierter Pflegedienst mit angepassten Leistungen für Unterstützung. Allein gebliebene Rentner, deren Lebenspartner verstorben ist, müssen nicht vereinsamen, wenn sie die Möglichkeiten des betreuten Wohnens in ihrer Nähe nutzen.

Rentner engagieren sich

Mit dem Rentenalter tritt nicht automatisch die Verbannung zur Untätigkeit ein. Rentner verfügen über eine unschätzbar große Lebenserfahrung und sind deshalb wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft. Angefangen von der Kinderbetreuung und Teilhabe in ehrenamtlichen Tätigkeiten der Jugendbetreuung und berufsbegleitenden Maßnahmen bis hin zur Unterstützung Gleichaltriger sind Rentner und Senioren auch weiterhin aktiv.

Rüstige Rentner Senioren

Im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten stehen heutzutage die beiden Begriffe Rentner und Senioren nicht mehr in einem direkten zeitlichen Zusammenhang. Senioren waren Menschen im Rentenalter, und zwar vorwiegend arbeitende Männer. Sie hatten ihr Berufsleben abgeschlossen und das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht. Deutlich wird dieser Übergang auch bei kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Hier wird vom Seniorchef gesprochen, der den Betrieb an den Juniorchef übergibt. Heutzutage muss der Senior keineswegs ein Rentner sein. Nach der gültigen Gesetzeslage stehen dem Senioren 50plus noch knapp zwei Jahrzehnte Berufsleben bevor.

Der praktische Wechsel Rentner Senioren

Die Wochen, in denen das Berufsleben endet und das Rentnerleben beginnt, sind im wahrsten Sinne des Wortes einschneidend. Das gilt nicht nur für die Höhe des Monatseinkommens, sondern auch für den Zeitpunkt. Wenn der Arbeitnehmer das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht hat, ist er heutzutage bereits seit mehr als einem Jahrzehnt ein Senior. Als Arbeiter oder Angestellter hat er seinen Monatsverdienst in der Regel zur Monatsmitte überwiesen bekommen.

Rentner Senioren kleine RenteDie gesetzliche Rente hingegen wird rückwirkend für den jeweils abgelaufenen Monat gezahlt. Auf dem Girokonto gutgeschrieben wird sie am letzten Werktag des laufenden Monats. Für den Senioren als neuen Rentner bedeutet das zweierlei. Zum ist sein Monatseinkommen mit der gesetzlichen Altersrente im Gegensatz zum Vormonat deutlich geringer; zum anderen kann darüber erst am Monatsletzten verfügt werden.

Es liegen also mindestens sechs Wochen zwischen dem letzten Arbeits- und dem ersten Renteneinkommen.

Nicht rasten oder rosten – der Minijob für Rentner Senioren

Als Rentner hat der Senior von einem auf den anderen Monat deutlich weniger Einkommen und deutlich mehr Zeit. Sofern er mit Vollendung des gesetzlichen Renteneintrittsalters die Altersrente bezieht, werden Einkünfte aus einem Minijob, wie es umgangssprachlich heißt, nicht auf die Rente angerechnet. Ob als Senior oder als Rentner, monatlich kann die gesetzliche Altersrente mit vierhundert, zukünftig vierhundertfünfzig Euro verbessert werden. Für Rentner und Senioren gelten dafür dieselben gesetzlichen Grundlagen wie für ihre Kinder oder Enkel. Der Hinzuverdienst kann auch deutlich größer sein. Für den Bezieher von gesetzlicher Altersgrenze gibt es keine Höchstverdienstgrenze.

Wenn vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter eine Rente, beispielsweise wegen Erwerbsunfähigkeit, bezogen wird, dann ist die Situation anders. In diesem Falle gelten Höchstverdienstgrenzen, die sich an der Höhe der gesetzlichen Minijobs orientieren. Werden sie auch nur um einen Euro überschritten, muss mit einer rückwirkenden Anrechnung auf die Monatsrente, also mit einer Rentenkürzung gerechnet werden. In dem ersten ausführlichen Rentenbescheid, den der Senior als Rentner erhält, ist diese für ihn geltende Höchstverdienstgrenze genau beziffert und erläutert. Der Rentner sollte wissen, dass sein Rentenversicherungsträger eine automatisierte Mitteilung der Minijobzentrale über die Summe aller jährlichen Minijobeinnahmen erhält.

Der Alltag für Rentner und Senioren wird zwar deutlich entspannter als bisher, die im Rentenbescheid aufgelisteten Vorgaben sollten jedoch strikt beachtet werden.

Rentner und die drohende Armut

Die Deutsche Rentenversicherung hat am 13.11.2012 bekannt gegeben, dass die Rentner in den alten Bundesländern voraussichtlich nur 1% mehr Rente zum 1. Juli 2013 bekommen sollen, in den neuen Bundesländern soll der Anstieg bei etwa 3% liegen. Dass die Renten in den neuen Bundesländern mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung immer noch stark denen in den alten Bundesländern hinterherhinken, ist kaum verständlich, zumindest soll also 2013 wieder ein kleiner Schritt zur Angleichung erfolgen.

Was die alten Länder betrifft, so können die Senioren bei einer geschätzten Inflationsrate von 2% nicht einmal den Kaufkraftverlust ausgleichen.

Welche Rentner sind von Altersarmut betroffen?

Gegenwärtig beschäftigen sich die Politiker viel mit dem Problem der bereits vorhandenen und künftig zunehmenden Altersarmut, das Problem wird sicher auch im Bundestagswahlkampf 2013 eine zentrale Rolle spielen. Aber es wird sein wie so oft, viele gegenseitige Schuldzuweisungen und am Ende wird wenig für die Rentner herauskommen.

Dabei ist das Problem viel umfassender, als gegenwärtig diskutiert. Es geht nicht nur um die Rentner, die weniger bekommen als das Existenzminimum, viele Senioren müssen bei solchen Rentensteigerungen wie für 2013 avisiert erhebliche Abstriche an ihrem bisherigen Lebensstil machen und das nach einem arbeitsreichen Leben.

Das Handeln der politisch Verantwortlichen ist diesbezüglich nicht nachvollziehbar, einerseits wird von großen zu erwartenden Löchern in der Rentenkasse gesprochen, andererseits werden die Rentenbeiträge 2013 merklich gesenkt, hätte man nicht die Beiträge belassen und statt dessen den Rentnern etwas mehr zukommen lassen können?

Können künftige Rentner durch private Vorsorge vorbeugen?

Da zu erwarten ist, dass die Entwicklung der Rentenhöhe in den kommenden Jahren einen ähnlichen Verlauf wie 2013 nehmen wird, kann man sich nicht mehr allein auf die gesetzliche Rentenversicherung verlassen. Aber sind Betriebsrenten und privat abgeschlossene Versicherungen wirklich die Alternative?

Hierbei muss man bedenken, dass diese Renten bei Eintritt ins Rentenalter einmal berechnet werden und dann immer gleich bleiben, einen Inflationsausgleich gibt es hier nicht. Zudem wird von diesen Renten der volle Beitragssatz für die Sozialabgaben (Kranken- und Pflegeversicherung) abgezogen im Gegensatz zum ermäßigten Satz bei der gesetzlichen Rente. Deshalb ist es unverantwortlich den Rentnern gegenüber, immer wieder an der ‘Schraube’ gesetzliche Rentenversicherung zu drehen um Geld zu sparen.

Rentner sind die Verlierer

Wir haben sprudelnde Steuereinnahmen, der gesamtgesellschaftliche Wohlstand wächst, aber die Rentner merken nichts davon. Die Politiker sind jetzt dabei zusätzlich noch das Rentenniveau von derzeit ca. 50% schrittweise auf 43% abzusenken, damit verschärft sich das Problem weiter. Das alles nur mit dem demografischen Wandel zu begründen ist sicher zu wenig und hilft derzeitigen und zukünftigen Rentnern nicht wirklich.