Rüstige Rentner Senioren

Im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten stehen heutzutage die beiden Begriffe Rentner und Senioren nicht mehr in einem direkten zeitlichen Zusammenhang. Senioren waren Menschen im Rentenalter, und zwar vorwiegend arbeitende Männer. Sie hatten ihr Berufsleben abgeschlossen und das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht. Deutlich wird dieser Übergang auch bei kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Hier wird vom Seniorchef gesprochen, der den Betrieb an den Juniorchef übergibt. Heutzutage muss der Senior keineswegs ein Rentner sein. Nach der gültigen Gesetzeslage stehen dem Senioren 50plus noch knapp zwei Jahrzehnte Berufsleben bevor.

Der praktische Wechsel Rentner Senioren

Die Wochen, in denen das Berufsleben endet und das Rentnerleben beginnt, sind im wahrsten Sinne des Wortes einschneidend. Das gilt nicht nur für die Höhe des Monatseinkommens, sondern auch für den Zeitpunkt. Wenn der Arbeitnehmer das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht hat, ist er heutzutage bereits seit mehr als einem Jahrzehnt ein Senior. Als Arbeiter oder Angestellter hat er seinen Monatsverdienst in der Regel zur Monatsmitte überwiesen bekommen.

Rentner Senioren kleine RenteDie gesetzliche Rente hingegen wird rückwirkend für den jeweils abgelaufenen Monat gezahlt. Auf dem Girokonto gutgeschrieben wird sie am letzten Werktag des laufenden Monats. Für den Senioren als neuen Rentner bedeutet das zweierlei. Zum ist sein Monatseinkommen mit der gesetzlichen Altersrente im Gegensatz zum Vormonat deutlich geringer; zum anderen kann darüber erst am Monatsletzten verfügt werden.

Es liegen also mindestens sechs Wochen zwischen dem letzten Arbeits- und dem ersten Renteneinkommen.

Nicht rasten oder rosten – der Minijob für Rentner Senioren

Als Rentner hat der Senior von einem auf den anderen Monat deutlich weniger Einkommen und deutlich mehr Zeit. Sofern er mit Vollendung des gesetzlichen Renteneintrittsalters die Altersrente bezieht, werden Einkünfte aus einem Minijob, wie es umgangssprachlich heißt, nicht auf die Rente angerechnet. Ob als Senior oder als Rentner, monatlich kann die gesetzliche Altersrente mit vierhundert, zukünftig vierhundertfünfzig Euro verbessert werden. Für Rentner und Senioren gelten dafür dieselben gesetzlichen Grundlagen wie für ihre Kinder oder Enkel. Der Hinzuverdienst kann auch deutlich größer sein. Für den Bezieher von gesetzlicher Altersgrenze gibt es keine Höchstverdienstgrenze.

Wenn vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter eine Rente, beispielsweise wegen Erwerbsunfähigkeit, bezogen wird, dann ist die Situation anders. In diesem Falle gelten Höchstverdienstgrenzen, die sich an der Höhe der gesetzlichen Minijobs orientieren. Werden sie auch nur um einen Euro überschritten, muss mit einer rückwirkenden Anrechnung auf die Monatsrente, also mit einer Rentenkürzung gerechnet werden. In dem ersten ausführlichen Rentenbescheid, den der Senior als Rentner erhält, ist diese für ihn geltende Höchstverdienstgrenze genau beziffert und erläutert. Der Rentner sollte wissen, dass sein Rentenversicherungsträger eine automatisierte Mitteilung der Minijobzentrale über die Summe aller jährlichen Minijobeinnahmen erhält.

Der Alltag für Rentner und Senioren wird zwar deutlich entspannter als bisher, die im Rentenbescheid aufgelisteten Vorgaben sollten jedoch strikt beachtet werden.

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